Ideen austauschen

Die entscheidenden Schritte zum Aufbau eines Netzwerks sind mittlerweile absolviert: Alle Beteiligten am Schulleben sind in die Arbeit eingebunden, ein Team ist zusammengestellt, eine Website gestaltet und ein guter Datenbestand aufgebaut. Erste Veranstaltungen haben stattgefunden und werden gut angenommen, neue Veranstaltungskonzepte sind bereits in der Vorbereitung, die Aufgaben im Team sind klar verteilt. Was kann ein Alumni-Netzwerk darüber hinaus noch leisten?

Eigeninitiative fördern

„Ein Netz wird stärker, wenn es sich aus eigener Initiative weiterentwickelt.“

Zum Beispiel wenn Jahrgänge beginnen, das Netzwerk zu nutzen, um Jahrgangstreffen zu veranstalten, wenn Lehrer auf der Suche nach interessanten Referenten für den Unterricht in der Datenbank recherchieren, wenn Schüler eigenständig neue Veranstaltungskonzepte entwickeln und Alumni dazu einladen. Diese breite Initiative lässt sich nicht zentral erzeugen oder koordinieren, es gibt aber einige Möglichkeiten, das Netzwerk zu aktivieren und Alumni, Schüler und Lehrer zu Eigeninitiative zu motivieren.

Ideen generieren und umsetzen

Aus unserer Erfahrung kommen häufig Alumni, Lehrer oder Schüler mit Vorschlägen, welche Aufgaben das Alumni-Netzwerk noch übernehmen könnte. Viele dieser Ideen sind gut und eine Überlegung wert. Richtig wertvoll werden sie aber genau dann, wenn die Vorschlagenden selbst die Verantwortung übernehmen, sie umzusetzen. Die Rolle des Teams kann hier natürlich eine unterstützende sein.
Man kann das Entstehen neuer Ideen und Initiativen dem Zufall überlassen, man kann aber auch als Koordinatoren-Team etwas nachhelfen. Viele Ideen werden im Gespräch geboren. Regelmäßige Treffen mit den Schülervertretern, Vertretern der Lehrer und der Eltern, in denen die Arbeitsfortschritte des Alumni-Netzwerks vorgestellt und Möglichkeiten für gemeinsame Initiativen besprochen werden, haben sich bei den bestehenden Netzwerken als lohnend erwiesen.

Erfolgsgeschichten verbreiten

„Tut Gutes und redet darüber“

Es gibt sicherlich vieles, was bereits jetzt im Alumni-Netzwerk passiert – organisiert durch das Team der Koordinatoren oder auch durch einzelne Jahrgangsstufen-Vertreter, Lehrer oder Schüler. Durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit werden diese Aktivitäten bekannt und laden auch andere zum Mitmachen oder zum Nachahmen ein. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig kleine Erfolgsgeschichten zu erzählen. Über die Plattform stehen bereits gute Kanäle zur Verfügung: Durch Newsmeldungen auf der Website kann man die Besucher nicht nur zur regelmäßigen Nutzung anregen, sondern auch zu eigenen Aktivitäten animieren. Darüber hinaus kann das Diskussionsforum eines Portals für spezifische Gruppen (z.B. einzelne Jahrgänge oder die Alumni aus dem Schulorchester) zum Erfahrungsaustausch genutzt werden. Damit erreicht man vor allem diejenigen, die bereits selbstständig häufiger die Website besuchen.
Durch die Newsletterfunktion der Portale, die an alle im Netzwerk eingetragenen Alumni, Schüler und Lehrer einen Newsletter verschickt, erreicht man bereits ein wesentlich größeres Publikum. Wichtig ist hierbei: Gut aufbereitete Texte in regelmäßigen Abständen werden gerne gelesen. Ein Stückwerk aus täglichen E-Mails wird als Belästigung empfunden und wirft ein schlechtes Licht auf das Netzwerk. Wir würden einen monatlichen höchstens Rhythmus empfehlen.
Schließlich hat es sich bewährt, Erfahrungsberichte von Alumni zu bestimmten Studien- und Ausbildungsgängen zu veröffentlichen – etwa über die Funktion „O-Töne“ der Alumni-Portale, in Newslettern oder als Begleitmaterial für Informationsabende. Solche Erfahrungsberichte können auch die Form von Interviews mit Alumni annehmen, die beispielsweise von Schülern der Schule selbst durchgeführt werden.

Erfahrungen teilen

„Durch Ideen und Erfahrungen der anderen Vereine lernen“

Während des Netzwerkaufbaus und der regelmäßigen Organisation von Veranstaltungen stellt sich schnell heraus, welche Konzepte gut oder weniger gut funktionieren. Dieser Erfahrungsschatz und Eure neuen Ideen können für andere Schulen und Netzwerke sehr hilfreich sein.
Umgekehrt haben andere Netzwerke Erfahrungen und Ideen, die Euch neue Möglichkeiten eröffnen, das Potential der Alumni zu nutzen. Bei eigenen stabilen Strukturen wird der geistige Austausch mit anderen Netzwerken schnell das Salz in der Suppe, denn mit einem funktionierenden Team lassen sich neue Ideen auch tatsächlich schnell ausprobieren.
Möglichkeiten zum Austausch gibt es viele, z.B. das Abschauen von Ideen auf anderen Alumni-Portalen oder ein Treffen mit Engagierten an einer Schule aus der Region.

Praxistipps 10: Impulse für euer Netzwerk

  1. Einen regelmäßigen Newsletter etablieren, in dem aktuelle Neuigkeiten aus der Alumni-Welt und aus der Schule zusammengefasst werden. Darüber hinaus auch die Website und Veranstaltungsmaterialen für Informationen nutzen.
  2. Ideen generieren und aus den besten konkrete Projekte gestalten. Personen mit guten Ideen in das Team einbinden und mit einer Aufgabe betrauen.
  3. Ideen und Erfahrungen mit anderen Alumni-Netzwerken austauschen. Diskussionsforen nutzen, andere Alumni-Portale besuchen, persönlichen Kontakt mit anderen Netzwerken aufnehmen.